Vermittlung von Hunden aus dem Tierschutz Rumänien

 

 

Ablauf der Vermittlung

 

In ausführlichen Gesprächen finden wir gemeinsam heraus, welcher Hund zu Ihnen passt und informieren Sie über den von Ihnen ausgewählten Hund.

 

Es ist uns wichtig, für jeden Hund die bestmögliche Lösung zu finden. Hund und Familie sollen wirklich zusammen passen, damit alle Beteiligten glücklich sind und sich langfristig miteinander wohl fühlen.

 

Befindet sich der Hund bereits in Deutschland in einer Pflegestelle, können Sie ihn dort mehrmals besuchen und in Ruhe kennen lernen.

 

Wir besuchen Sie, um persönlich einen Eindruck vom neuen Zuhause des Hundes zu bekommen (Vorkontrolle).

 

Wenn danach alle Beteiligten sicher sind, dass sie es wirklich wollen, kann der Hund bei Ihnen einziehen. Für die ersten Monate wird im Sinne einer Probezeit immer zunächst ein Pflegestellenvertrag abgeschlossen.

 

Wir bleiben besonders in der ersten Zeit in enger Verbindung mit Ihnen, um die Eingewöhnung des Hundes zu begleiten und eventuelle Schwierigkeiten abzufangen.

 

Nach einer Weile werden wir Sie erneut besuchen. Wenn dann weiterhin alle Beteiligten sicher sind, dass es genau passt und der Hund sich in seiner neuen Familie wohl fühlt, kann er nach Abschließen des Schutzvertrages und Übergabe der Schutzgebühr für immer bei Ihnen bleiben.

 

Im Rahmen der Nachbetreuung besuchen wir Sie einige Monate später erneut (Nachkontrolle), bei Bedarf auch mehrmals.

 

Wir sind für unsere vermittelten Hunde ein Leben lang verantwortlich und bleiben daher dauerhaft mit Ihnen in Kontakt, um zu wissen, wie es dem Hund in seinem neuen Zuhause geht und wie Sie gemeinsam zurecht kommen. Bei evtl. auftretenden Problemen sind wir jederzeit ansprechbar und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

 

Auch bitten wir Sie, uns in regelmäßigen Zeitabständen Fotos und Videos der vermittelten Hunde zukommen zu lassen, die wir dann an die Tierschützer im Herkunftsland weiterleiten. Es bedeutet ihnen sehr viel, zu sehen, dass es den Hunden, für deren Rettung sie sich unendlich eingesetzt haben, endlich gut geht. Und es gibt ihnen Kraft und Motivation, trotz aller Schwierigkeiten weiter zu machen.


 

 

 

 

 

Doppelte Sicherung

 

Ein Hund, den Sie in Ihre Familie aufnehmen, weiß zunächst nicht, dass Sie es gut mit ihm meinen und dass dies jetzt sein neues Zuhause werden soll.

Er fühlt sich aus seiner alten Heimat verschleppt, kennt das Leben hier nicht, alles ist fremd und der Hund ist oft unsicher und ängstlich.

 

In der ersten Zeit ist daher die Gefahr des Entlaufens besonders groß, z.B. durch eine spaltbreit offen stehende Haus- oder Autotür oder eine Schwachstelle im Gartenzaun...

Auch kann ein Hund sich viel schneller, als man es sich vorstellen kann, im Bruchteil einer Sekunde aus seinem Geschirr oder Halsband winden aus verschiedensten Gründen, z.B. ein Schreckerlebnis oder ein vorbeilaufendes Reh...

 

Ein entlaufener Hund befindet sich im Flucht- und Angstmodus und wird voraussichtlich nicht auf Zuruf kommen, sondern auf jeden Annäherungsversuch mit noch mehr Angst und Flucht reagieren. Viele dieser Hunde laufen dann in Panik vor ein Auto oder werden von einem Zug erfasst. Oder sie verkriechen sich in ihrer Angst und sterben irgendwann an Hunger und Krankheiten. Dies bedeutet in den meisten Fällen ein Monate oder sogar Jahre langes Leiden.

 

So soll auf keinen Fall das Schicksal unserer Hunde sein, die uns sehr am Herzen liegen und an deren Rettung viele Menschen mit unglaublichem Einsatz und viel Liebe mitgewirkt haben!

 

Darum muss jeder Hund in den ersten mindestens 5-6 Monaten doppelt gesichert werden mit einem gut sitzenden Geschirr (am besten einem Sicherheitsgeschirr mit zusätzlichem Taillenriemen) und einem relativ eng angepassten Halsband, an denen jeweils eine einzelne Leine mit Schraubkarabiner befestigt ist.

Nicht ausreichend ist es, eine Schlinge nur aus einer Leine zu bilden!

 

"Doppelte Sicherung" bedeutet zwei voneinander unabhängige, komplett selbständige Systeme. Wenn das eine System nicht funktioniert (weil z.B. die Leine, das Halsband oder das Geschirr defekt ist oder sich ein Karabiner löst), muss das andere System auch für sich alleine eine vollwertige Sicherung sein.

 

Beide Leinen müssen jederzeit so sicher am Handgelenk (alternativ auch um den Bauch) befestigt werden, dass ein Abhandenkommen des Hundes absolut ausgeschlossen ist  -  egal welche Schreckerlebnisse unvorhergesehen auf den Hund einwirken, ob Sie selbst stolpern und hinfallen oder was auch immer passieren mag.

 

Dies gilt nicht nur für Spaziergänge, sondern in der ersten Zeit auch für den Aufenthalt im Garten, egal wie hoch der Zaun ist!

Auch im Auto sollte der Hund immer an einer sicheren Stelle angebunden sein, damit er beim Öffnen und Schließen der Autotür bzw. Kofferraumklappe nicht blitzschnell durch den Spalt entlaufen kann.

 

Leider wird dies von vielen Hundehaltern nicht ernst genug genommen, was für viele Hunde großes Leid bedeutet, die dann in einem winzigen unkontrollierten Schreckmoment flüchten und auf unbestimmte Zeit draußen umherirren  -  immer hungrig, immer allein und immer in Angst...

 

 

 

Wir werden im Vorfeld einer Vermittlung die notwendigen Sicherungsmaßnahmen ganz genau mit Ihnen besprechen und einüben. Auch müssen Sie sich vertraglich verpflichten, diese grundsätzlich immer einzuhalten.

 

Die Sicherheit unserer Schützlinge ist unabdingbare Voraussetzung für eine Vermittlung.

 

 

 

Im Folgenden sehen Sie genau, wie es geht:

 

 

Doppelte Sicherung mit Sicherheitsgeschirr und Halsband, 2 Leinen mit Schraubkarabinern befestigt

 

 

 

Die richtige Leinenführung

 

Zuerst wird jede Leine einzeln mit Extraschlinge um das Handgelenk gewickelt und festgezogen.

Dann werden beide Leinen zusammen durch die Hand geführt, nochmals fest um die Hand herum geschlungen und mit stabilem Griff gehalten.

So ist es bestmöglich ausgeschlossen, dass die Leinen aus der Hand rutschen können, egal was passiert.

 

Die häufigste Schwachstelle bei einer vermeintlich guten doppelten Sicherung ist die ungenügende Befestigung der Leinen am Handgelenk, die schon viele Hunde das Leben gekostet hat. Darum ist dies besonders wichtig.

 

 

 

Zur Veranschaulichung die folgende Fotoserie:


 

 

 

 

 

 

Die Sicherung entlaufener Hunde

 

Entlaufene Hunde zu sichern und wieder nach Hause zu bringen, ist eine sehr schwierige Aufgabe, die sofortiges gezieltes Handeln, einen immensen Einsatz und ganz besonderes Fingerspitzengefühl erfordert.

 

Die kompetentesten Informationen zu diesem Thema und umgehende Hilfe im Notfall finden Sie hier:

 

http://www.heino-krannich.de/hund-entlaufen/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schutzgebühr

 

Die Schutzgebühr wird vollständig zur Deckung der bis zur endgültigen Vermittlung entstehenden Kosten verwendet. Hierzu zählen tierärztliche Versorgung (z.B. Behandlung von Krankheiten, Kastration, Impfung, Entwurmung, Schutz gegen Zecken und Flöhe, Test auf Mittelmeerkrankheiten), Unterbringung, Futter, Transport u.s.w..

 

In den meisten Fällen deckt die Schutzgebühr die notwendigen Ausgaben nicht vollständig, so dass wir zusätzlich vieles privat bezahlen müssen, wenn wir den Hunden helfen wollen.